Das Alphorn in den Ruinenmauern von Château Montségur

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Dienstag, 8. Februar 2022

7 Jahre nach meinem Unterwegs-Blog

Heute findest du mich im Atemhaus Wagner mit meinem Atem-Blog.

Logo Atemhaus Wagner (Skizze: goldfarbenes, lachendes Haus)






Sonntag, 15. Juni 2014

Achtung, fertig, los ...

Wenn man alleine ist, gut zu Fuss und nicht mit zu viel Gepäck beladen - wie ich - ist es recht einfach, einen Platz zu ergattern

Mittwoch, 4. Juni 2014

Dao - Ankommen

Die Aussicht von meinem Zimmer in Grau d'Agde

Der letzte Track: Portiragnes Plage-Agde

Donnerstag, 29. Mai 2014

Seit Ostern über 400 km gewandert

Letzte Nacht habe ich wieder einmal tief und fest geschlafen, in einem weichen kurzen Bett unter einer schweren Decke, umhüllt von Tapete und behütet vom leuchtenden Terracotta-Krieger vor der Zimmertüre.

Samstag, 17. Mai 2014

Wochenbilanz IV - Halbzeit mit Kilometerstand 300!

Heute Morgen bin ich aufgewacht mit dem Kopf voller Fragen. Schon ist die Hälfte meiner lange voraus geplanten und ersehnten Ferien um. Ist das Glas nun halb leer oder halb voll? So scheint es mir auch mit der 40, die ich bald auf dem Rücken haben werde.

Es beschäftigen mich auch Fragen zum Thema Heimat, Identität und Wirken. Ähnlich wie vor fast 20 Jahren während meines Korea-Aufenthalts. Was mich zuversichtlich stimmt: Nach einem Fragensturm plätschern meistens auch ein paar klare Antworten an Land.

Was vermisse ich? Bestimmte Menschen, bestimmte Tiere, aber sonst erstaunlich wenig. Im Gegenteil: Es ist wunderbar, mit nur so viel unterwegs zu sein, wie bequem zu tragen möglich ist. Es hat einen speziellen Reiz, den Weg nicht zu kennen, dem Wetter und der Freundlichkeit von Fremden ausgeliefert zu sein. Abends eine warme Mahlzeit mit einem Glas Wein, etwas Gesellschaft und einen Schlafplatz zu finden. Ohne anregende Diskussionen und spannende Bücher wäre ich natürlich nicht glücklich! Und im Moment mache ich ja Ferien ...

Materialmässig wäre weniger immer noch erstrebenswert. Kleider halten sich mit wenigen Ausnahmen gut, obwohl sie viel stärker beansprucht werden als im Alltag und ständig im Einsatz sind. Das Alphorn dabeizuhaben ist ein Luxus, den ich nicht missen möchte. Es hat die Kraft, mich mit Orten zu verbinden, die ich unterwegs streife.  Es erzeugt eine - obschon flüchtige aber eindringliche - Erinnerungssubstanz, wie ich sie sonst nicht kenne.

Nun mache ich weiter Pläne und geniesse die sonnigen Ruhetage mit Esel-TV und live-Eseln in Le Moulin du Trou. In einer Woche werde ich von hier aus nach Quillan wandern und von dort wieder den Sentier Cathare-Markierungen in Richtung Bugarach folgen. Der Berg wird alle Antworten bereithalten. Sonst frage ich dann - ab Mitte Juni - in der Mittagspause den lieben kleinen Üetli.
Der Bugarach
gesehen von der Krete
zwischen Le Moulin du Trou
und St. Jean de Paracol 


Sonntag, 11. Mai 2014

Wochenbilanz III

Nach 280 km Wanderung vorläufig angekommen an meinem Lieblingsferienort - das ist ein schönes Gefühl.

Freitag, 2. Mai 2014

Wochenbilanz II

Die zweite Woche ist unglaublich schnell vorbeigegangen.
Ich habe Peyrepertuse besucht, von dort oben die Aussicht zum Bugarach und in die andere Richtung auf das Château de Quéribus genossen, wiedermal den Wind gespürt und im Schutz der Église de Sainte Marie Alphorn gespielt. Das Wetter war oft nicht pausenfreundlich - umso schöner war es dann, abends unter einen Dach anzukommen und zu essen und zu ruhen.

Gewisse Sachen habe ich unnötigerweise herumgetragen. Zum Beispiel den Schirm hätte ich zu Hause lassen können. Der Regenschutz konnte in den letzten Tagen richtig unter Beweis stellen, wie gut er ist. Kleine Laudatio: Er ist superbequem, leicht und klein verstaubar, die Kapuze passt sich meinem Kopf an und die Känguruhtasche ist praktisch und ebenfalls wasserdicht verschliessbar.

Zudem: Die Korkgriffe der Trekkingstöcke sind sehr angenehm, egal ob schwitzige oder kalte Hände, sie schmeicheln sich in die Handflächen und helfen, gelenkschonend "wie auf 4 Beinen" zu gehen. Trotz einiger steiler Abstiege bin ich denn bisher von blauen Zehen oder Gelenkschmerzen verschont geblieben. Asphalt geradeaus gehört nach wie vor nicht zu meinen Lieblingsdisziplinen, aber Asphalt abwärts ist noch schlimmer. Und nasse Sohlen auf nassem Stein steil abwärts - Achtung rutschig ...

Nun folgt der dritte Teil der Wanderung: Ab Sonntag von Foix via Montségur nach Quillan (oder direkt ins Moulin du Trou?), gemeinsam mit Matthias. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon riesig darauf und auf alle meine dortigen Freunde (lang- und kurzohrig!).

Ich danke allen, die meine Fersengeld-Spendenaktion unterstützen werden oder schon unterstützt haben: Oft hat mich das motiviert, weiterzugehen und die Zähne zusammenzubeissen, wenn die Bedingungen mal nicht "Schoggi" waren.
Grundsätzlich macht es mir aber sehr viel Spass, auf dem Sentier Cathare unterwegs zu sein und jeder Tag bringt eigene Belohnungen in Form von Burgruinen, wunderbarer Aussicht oder sonstigen schönen Überraschungen am Wegesrand.

P.S. Gerade heute Abend ist eine anonyme Spende für die Kinder von Angels' Haven eingegangen - herzlichen Dank auf diesem Weg! - Anonyme Spender kann ich nicht direkt kontaktieren :)

Ein paar Lieblingsmomente

Entlang des Canal de la Robine
Pause am Meer am Ostermontag
Burg Aguilar

Sonntag, 27. April 2014

Wochenbilanz I

Schon 7 Tage über Stock und Stein gegangen und mich ab und zu mal umgedreht, um zurückzuschauen.



  • Über 100 km gewandert in Etappen von 8 bis 28 km
  • An 7 verschiedenen Orten übernachtet, vom eigenen Haus inkl. Küche und Vorräte für €30 bis zum schrecklich lärmigen Hotelzimmer inkl. Znacht und Frühstück für mehr als €100 am Meer.
  • Eine fiese Blase an der Unterseite des rechten grossen Zehs und eine offene Stelle an der linken Ferse. Zeitweise narkotisierte kleine Zehen. Verspannte Schultern/Rücken.
  • 1 Nähnadel verloren und 1 Isomatte vom Wind weggeweht.
  • 1 Paar kaputte Trekkinghosen
  • 2 Esel gesehen, 1 Esel gekrault
  • 2 Schweizer getroffen 
  • 1 Château besucht (L'Aguilar)
  • 1 Château Zutritt verboten (Padern)
  • Ohne Trekkingstöcke und Viewranger-App mit 25 000er Wanderkarten wäre ich nie soweit gekommen.
Das Nachtessen heute Au Vieux Moulin in Duilhac: